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Informationen und Beratung zur
schizoiden Persönlichkeitsstörung

Mehrfachdiagnosen bei schizoider Persönlichkeitsstörung


Bei Persönlichkeitsstörungen sind Mehrfachdiagnosen (Komorbiditäten) häufig, so auch bei der schizoiden Persönlichkeitsstörung.

Typisch sind dabei weitere Persönlichkeitsstörungen, z. B. Borderline Persönlichkeiststörung oder narzistische Persönlichkeitsstörung. Die verschiedenen Störungen können miteinander in unterschiedlichen Verbindung stehen, aber auch unabhängig existieren.

Wenn intensive Symptome verschiedener Persönlichkeitsstörungen vorliegen, spricht man von einer kombinierten Persönlichkeitsstörung.

Beispiele für Mehrfachdiagnosen bei schizoider Persönlichkeitsstörung

  • Ein Mensch entwickelt aufgrund einer in der Kindheit erlebten Belastung eine schizoide Persönlichkeitsstörung. Er wird später Opfer eine Gewalttat und entwickelt zusätzlich eine Posttraumatische Belastungsstörung.
  • Ein Mensch entwickelt aufgrund einer in der Kindheit erlebten Belastung eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, die Züge der schizoiden, aber auch der abhängigen Persönlichkeitsstörung zeigt.
  • Ein Mensch entwickelt aufgrund einer in der Kindheit erlebten Belastung eine schizoide Persönlichkeitsstörung. Die sich aus dieser Persönlichkeitsstörung ergebenden Belastung sind so groß, dass ein Betroffener Folgeprobleme wie z. B. Depression, Suchtverhalten oder eine Sozialphobie entwickelt.
  • Aus diesen Folgeproblemen können sich wieder neue Krankheiten ergeben, z. B. führt übermäßiger Alkoholkonsum auf Dauer zu ganz erheblichen körperlichen Erkrankungen, Cannabiskonsum kann zum Ausbruch von weiteren psychischen Erkrankungen wie z. B. Schizophrenie oder Psychosen führen.

Folgen der Mehrfachdiagnosen

Die Vermischung der Symptome mehrerer Störungsbilder erschwert die Diagnose der einzelnen Teilstörung. Vor allem bedeutet es für den Betroffenen aber einen zusätzlichen Leidensdruck, wenn er unter diversen Symptomen mehrerer Störungsbilder leidet. Nicht selten sind es Folgestörungen wie z. B. Depression oder eine Suchterkrankung, die letztlich zur Aufnahme einer Behandlung führen. Oft bleibt dann aber die schizoide Persönlichkeitsstörung unentdeckt, weil der Betroffene z. B. unter seinem geringen Wunsch nach sozialen Kontakten nicht wirklich leidet und dies deshalb nicht anspricht. Der Behandler wiederum hält den sozialen Rückzug für das Symptom einer Depression.

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