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Informationen und Beratung zur
schizoiden Persönlichkeitsstörung

Aufenthalt in Krankenhaus/ Reha-Klinik mit schizoider Persönlichkeitsstörung


Bei einer schizoiden Persönlichkeitsstörung kann auch die stationäre Behandlung in einer akutpsychiatrischen Station eines Krankenhaus notwendig werden.

Oft sind massive Folgesymptome wie z. B. Depression, Angststörung und Suchtverhalten der Grund für eine stationäre Behandlung. Auch ein Burnout aufgrund der Überforderung durch soziale Kontakte am Arbeitsplatz kann zu längerer Arbeitsunfähigkeit führen und eine stationäre Behandlung erforderlich machen: Zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit steht dann ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer Reha-Klinik an.

Für Betroffene können solche Aufenthalte sehr belastend sein: Sowohl in Kliniken als auch in Krankenhäusern gibt es täglich diverse Therapietermine, an denen man teilnehmen muss. Da es sich überwiegend um Gruppentermine handelt, sind hier und bei den gemeinsamen Mahlzeiten häufige soziale Kontakte kaum zu vermeiden.

In Reha-Kliniken erfolgt die Unterbringung meistens in Einzelzimmern und die Klinik darf in der Regel stundenweise verlassen werden, es gibt also die Möglichkeit zum Rückzug. Diese fehlt oft in der räumlichen Enge eines akutpsychiatrischen Krankenhaus, nicht zuletzt weil hier die Unterbringung in Doppel-/ Mehrbettzimmern üblich ist.

Der Nutzen ist von Patient zu Patient unterschiedlich

Viele Fachleute betonen, dass die kaum vermeidbaren Sozialkontakte die soziale Isolation lockern können. Zudem können Menschen mit schizoider Persönlichkeitsstörung sich in immer wieder neuen Sozialkontakten ausprobieren und ihre entsprechenden Fähigkeiten zur Kontaktgestaltung trainieren.

Aber es gibt auch Risiken: Die hohe Kontaktdichte bei reduzierten Rückzugsmöglichkeiten kann den Betroffenen überfordern. Um nicht in den Mittelpunkt des Interesses zu geraten, bemühen sich viele Betroffene gezielt um unauffälliges Verhalten. Dazu gehört auch, nicht völlig schweigsam und passiv zu agieren, sondern in gewissen Grenzen am Behandlungsangebot und dem Sozialleben der Station teilzunehmen. Diese Teilhabe besteht dann aber weniger aus authentischen Sozialkontakten sondern aus dem Versuch, das durchschnittliche - und somit unauffällige - Verhalten der anderen Patienten nachzuahmen. Eine echte Stärkung der Kontaktfähigkeit würde dann nicht erreicht.

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